Sie planen eine chemische Synthese oder möchten eine Verbindung im Rahmen eines Forschungs- oder Entwicklungsprojekts herstellen lassen? In unseren FAQ beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um Auftragssynthesen, Syntheseentwicklung, Projektablauf und die Zusammenarbeit mit SynProLab.
Erfahren Sie, welche Informationen wir für eine erste Einschätzung benötigen, welche Möglichkeiten bei der Entwicklung, Herstellung und Charakterisierung von Verbindungen bestehen und wie wir Sie von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt unterstützen.
Ihre Frage ist nicht dabei oder Sie möchten Ihr Projekt direkt mit uns besprechen? Kontaktieren Sie uns gerne – wir beraten Sie individuell zu Ihrer Syntheseaufgabe.
Kann ich eine chemische Synthese beauftragen, wenn ich nur die Zielstruktur habe?
Ja. Für eine Anfrage genügt in den meisten Fällen die Zielstruktur der gewünschten Verbindung. Ein fertiger Syntheseweg oder eine Synthesevorschrift ist nicht erforderlich. Falls noch keine geeignete Syntheseroute existiert, eruieren wir mögliche Synthesewege und bewerten deren Machbarkeit. Bei positiver Einschätzung der Machbarkeit entwickeln wir eine passende Synthesestrategie.
Welche Informationen sollte ich für eine Projektanfrage zur chemischen Synthese bereitstellen?
Für eine erste Einschätzung Ihres Projekts benötigen wir möglichst viele Informationen zur gewünschten Verbindung. Besonders hilfreich sind:
Sollten Ihnen nicht alle Informationen vorliegen, ist das kein Problem. Auch auf Basis weniger Angaben können wir eine erste Machbarkeit einschätzen und gemeinsam die nächsten Schritte besprechen. Je vollständiger Ihre Angaben sind, desto genauer können wir Aufwand, Entwicklungszeit und Kosten bewerten.
Ist meine Projektanfrage vertraulich und können wir vorab eine Geheimhaltungsvereinbarung (NDA) abschließen?
Ja. Alle Informationen, die Sie uns im Rahmen einer Projektanfrage zur Verfügung stellen, behandeln wir selbstverständlich vertraulich. Auf Wunsch schließen wir bereits vor dem fachlichen Austausch eine Geheimhaltungsvereinbarung (NDA) ab. So können Sie Ihr Projekt frühzeitig mit uns besprechen, ohne vertrauliche Informationen ungeschützt offenzulegen.
Können auch Start-ups, Hochschulen und Forschungseinrichtungen Auftragssynthesen, Literatur- oder Machbarkeitsstudien beauftragen?
Ja. Wir arbeiten nicht nur mit Industrieunternehmen, sondern auch mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und jungen Technologieunternehmen zusammen. Dabei unterstützen wir Projekte in unterschiedlichen Entwicklungsphasen – von frühen Forschungsarbeiten bis hin zu anspruchsvollen Entwicklungsprojekten.
Die Zusammenarbeit und der Projektumfang werden individuell an die jeweiligen Anforderungen und Ziele angepasst.
Unterstützt SynProLab auch Projekte in einer frühen Konzept- oder Machbarkeitsphase?
Ja. Auch wenn sich ein Projekt noch in einer frühen Konzept- oder Machbarkeitsphase befindet, unterstützen wir Sie bei der Bewertung geeigneter Synthesestrategien, der Planung des weiteren Vorgehens und der Entwicklung möglicher Syntheserouten. Gemeinsam prüfen wir die Anforderungen und erarbeiten eine passende Vorgehensweise für Ihr Projekt.
Kann eine vorhandene Synthesevorschrift überprüft und optimiert werden?
Ja. Vorhandene Synthesevorschriften und Literaturverfahren können von uns überprüft, durchgeführt und bei Bedarf optimiert werden. Dabei können beispielsweise die Ausbeute, Selektivität, Reaktionsbedingungen oder die Skalierbarkeit der Synthese verbessert werden. So unterstützen wir Sie dabei, bestehende Syntheserouten für Ihre spezifischen Anforderungen weiterzuentwickeln.
Welche Mengen können Sie im Rahmen einer Auftragssynthese herstellen?
Die herstellbare Substanzmenge hängt von der Zielverbindung, den Anforderungen an Reinheit und Qualität sowie vom jeweiligen Syntheseaufwand ab. Unser Leistungsspektrum reicht von kleinen Mengen im Milligramm-Bereich für Forschungszwecke bis hin zur Herstellung größerer Mengen im Gramm- oder Kilogramm-Maßstab, beispielsweise im Rahmen von Prozessentwicklung und Scale-up-Projekten.
Auch wenn Sie den benötigten Maßstab noch nicht genau kennen, können Sie uns gerne Ihre Zielstruktur und Anforderungen mitteilen. Wir prüfen die Machbarkeit und stimmen den geeigneten Synthese- und Herstellungsumfang individuell mit Ihnen ab.
Wie lange dauert eine Auftragssynthese?
Die Dauer einer Auftragssynthese hängt von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere von der Komplexität der Zielverbindung, der Verfügbarkeit geeigneter Ausgangsstoffe, der Anzahl notwendiger Entwicklungsschritte und dem gewünschten Maßstab.
Nach Prüfung Ihrer Anfrage bewerten wir den voraussichtlichen Aufwand und erstellen eine realistische Zeitplanung für Ihr Projekt. Sollte es während der Syntheseentwicklung zu unerwarteten Ergebnissen oder notwendigen Anpassungen kommen, stimmen wir das weitere Vorgehen transparent mit Ihnen ab.
Was passiert, wenn während der Synthese unerwartete Herausforderungen auftreten?
Chemische Syntheseentwicklung ist ein iterativer Prozess, bei dem Anpassungen der Strategie erforderlich sein können. Sollte eine Herausforderung auftreten, informieren wir Sie frühzeitig und entwickeln gemeinsam mit Ihnen geeignete Lösungsansätze. Dabei berücksichtigen wir sowohl die wissenschaftlichen Anforderungen als auch die Auswirkungen auf Projektumfang, Zeitplan und Aufwand.
Wie werden Lösungsmittel und Nebenprodukte nach der Synthese gehandhabt und entsorgt?
Bereits bei der Planung und Entwicklung einer Synthese berücksichtigen wir einen verantwortungsvollen Umgang mit Chemikalien, Lösungsmitteln und Ressourcen. Dabei achten wir auf einen möglichst effizienten Einsatz der eingesetzten Materialien und prüfen, ob geeignete Lösungsmittel beispielsweise durch Aufarbeitung oder Redestillation erneut verwendet werden können.
Nicht mehr nutzbare Lösungsmittel, Nebenprodukte und andere chemische Abfälle werden entsprechend den geltenden Anforderungen fachgerecht gesammelt und entsorgt.
Welche Reinheit kann bei einer Auftragssynthese erreicht werden?
Die erreichbare Reinheit hängt von den Eigenschaften der Zielverbindung, der Synthesestrategie und den Anforderungen Ihres Projekts ab. Gemeinsam mit Ihnen definieren wir die gewünschten Qualitätskriterien und stimmen die geeignete Aufarbeitung sowie analytische Charakterisierung ab. Ziel ist es, eine Verbindung mit der für Ihre Anwendung erforderlichen Qualität und Spezifikation bereitzustellen.
Welche analytischen Daten und Qualitätsnachweise erhalte ich mit der synthetisierten Verbindung?
Je nach Projektumfang und Anforderungen stellen wir passende analytische Daten zur Charakterisierung der synthetisierten Verbindung bereit. Dazu können beispielsweise NMR-, IR-, HPLC- oder GC-MS-Daten sowie weitere Nachweise zur Identität, Reinheit und Qualität gehören.
Zusätzlich können bei Bedarf weitere Prüfungen und Charakterisierungen, beispielsweise thermische, mechanische oder biologische Untersuchungen, durchgeführt werden. Die erforderlichen Analysen und Dokumentationen stimmen wir individuell mit Ihnen ab.
Erhalte ich auch Rohdaten und vollständige analytische Spektren?
Ja. Je nach Projektumfang und vereinbarten Anforderungen können wir neben zusammenfassenden Analysedaten auch Rohdaten und vollständige Spektren bereitstellen. Dazu können beispielsweise NMR-, IR-, HPLC- oder GC-MS-Daten sowie weitere analytische Dokumentationen gehören.
Den Umfang der bereitgestellten Daten und Dokumentationen stimmen wir individuell mit Ihnen ab und richten ihn an den Zielen und Anforderungen Ihres Projekts aus.
Können synthetisierte Verbindungen nach der Herstellung biologisch bewertet werden?
Ja. Je nach Projektanforderung können die von uns synthetisierten Verbindungen anschließend in geeigneten biologischen Testsystemen untersucht und bewertet werden. Dadurch lassen sich chemische Synthese, analytische Charakterisierung und biologische Untersuchungen miteinander verbinden. Die Auswahl der geeigneten Methoden stimmen wir individuell auf die Zielsetzung Ihres Projekts ab.
Können Synthesen unter Schutzgas- oder Inertgasatmosphäre durchgeführt werden?
Ja. Für Synthesen mit luft- oder feuchtigkeitsempfindlichen Substanzen können Reaktionen unter Schutzgas- bzw. Inertgasatmosphäre durchgeführt werden. Hierfür steht beispielsweise Stickstoff als Schutzgas zur Verfügung. Die geeigneten Reaktionsbedingungen stimmen wir individuell auf die Anforderungen der jeweiligen Synthese ab.
Welche Temperatur- und Druckbereiche können bei Synthesen realisiert werden?
Die realisierbaren Temperatur- und Druckbereiche hängen vom Reaktionsmaßstab und den jeweiligen Anforderungen der Synthese ab.
Im Labormaßstab können Reaktionen typischerweise in einem Temperaturbereich von etwa -20 °C bis 200 °C durchgeführt werden. Für Upscaling-Projekte stehen Reaktorsysteme mit einem Arbeitsbereich von etwa -20 °C bis 150 °C zur Verfügung. In beiden Bereichen sind Reaktionen unter reduziertem Druck (bis ca. 50 mbar) sowie unter leichtem Überdruck (bis 1,5 bar) möglich.
Die geeigneten Reaktionsbedingungen stimmen wir individuell auf die jeweilige Synthese und Zielverbindung ab.
Aus welchen Quellen stammen die für die Synthese benötigten Chemikalien und Materialien?
Die für unsere Synthesen benötigten Chemikalien, Lösungsmittel und Verbrauchsmaterialien beziehen wir von etablierten kommerziellen Anbietern. Dabei achten wir auf geeignete Qualitätsstufen und wählen die eingesetzten Materialien entsprechend den Anforderungen des jeweiligen Projekts aus.
Je nach Verfügbarkeit und Bedarf kommen unter anderem spezialisierte Laborchemikalienanbieter wie VWR, Carl Roth, Merck oder ABCR zum Einsatz. Auf Wunsch können spezifische Lieferantenanforderungen oder definierte Qualitätsvorgaben berücksichtigt werden.
Alternativ können auch vom Auftraggeber bereitgestellte Chemikalien zum Einsatz kommen.
Wie werde ich während meines Projekts über den Fortschritt informiert?
Während des Projekts informiert Sie der zuständige Projektleiter regelmäßig über den aktuellen Bearbeitungsstand und wichtige Ergebnisse. Je nach Projektumfang erfolgen Abstimmungen beispielsweise per E-Mail, Videokonferenz oder regelmäßigen Statusberichten. Die Häufigkeit und Form der Abstimmungen legen wir gemeinsam zu Beginn des Projekts fest und richten sie an den jeweiligen Anforderungen aus.
Sollten unerwartete Ergebnisse auftreten oder Anpassungen erforderlich sein, stimmen wir die nächsten Schritte eng mit Ihnen ab und entwickeln gemeinsam eine geeignete Vorgehensweise.
Wie werden Nutzungs- und Eigentumsrechte an den Projektergebnissen geregelt?
Die Regelungen zu Nutzungs-, Eigentums- und gegebenenfalls Verwertungsrechten werden individuell für jedes Projekt vereinbart und vor Projektbeginn vertraglich festgehalten. Dabei können unter anderem die Nutzung der entwickelten Syntheseverfahren, analytischen Daten und weiterer Projektergebnisse berücksichtigt werden.
So stellen wir sicher, dass die Rechte und Erwartungen aller Beteiligten von Anfang an transparent geregelt sind.
Nicht jede Fragestellung lässt sich allgemein beantworten – denn jede chemische Synthese stellt individuelle Anforderungen. Ob erste Projektidee, konkrete Zielstruktur oder bestehende Synthesevorschrift: Gemeinsam besprechen wir Ihr Vorhaben und entwickeln einen passenden Lösungsansatz.
